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Kritiker verweisen auf Deuteronomium 18:18-22 als einen Test für wahre Propheten.
Kritiker behaupten, dass Joseph Smiths Prophezeiungen machte, die fehlgeschlagen sind, und deshalb ist er ein „falscher Prophet”.
Verwirrung über diesen Punkt kommt durch ein oder mehrere Irrtümer:
Dieser Artikel erörtert diese Irrtümer.
Deuteronomium 18 sagt nicht ausdrücklich, dass ein einziger Fehler gleich einen falschen Propheten ausmacht. [1] James L. Mays, Herausgeber des Harper's Bibelkommentar schreibt:
Das Problem, Deut 18:22 auf eine einzige individuelle Prophezeiung anzuwenden, ist das einige Prophezeiungen auf vielschichtige Weise erfüllen können oder zu viel späteren Zeiten als die Hörer angenommen hatten. Ein konservativer Bibelkommentator bemerkte:
die Bibel enthält viele Beispiele, wie Gott gewissen Prophezeiungen widerruft und annulliert, so wie er in Jeremia gesagt hat, dass es Ihm freistehe, das zu tun.
Dieses Prinzip wir auch in 1. Samuel 2:30 veranschaulicht, wo der Herr wegen der Schlechtigkeit der Priester, sein Versprechen an das Haus Aaron widerruft, dass es ihm für immer dienen werde:
Viele biblische Propheten würden vor der gegnerischen Anwendung der Kritiker von Deuteronomium 18 nicht bestehen, wie jüdische und christliche Kommentatoren schon längst erkannt haben.
Die Art und Weise, wie Kritiker diese Lesart auf neuzeitliche Propheten anwenden, passt nicht zu dem, wie Gelehrte des Judaismus Deuteronomium im Kontext des Alten Testaments verstehen.
Im nächsten Abschnitt werden wir Beispiele von biblischen Propheten sehen, die man als falsche Propheten bezeichnen müsste, wenn die Kritiker folgerichtig sein würden in ihrer Anwendung von Deuteronomium.
Die Jewish Study Bible stellt fest:
Man muss vorsichtig sein mit der Anwendung von Deut. 18:22, denn man läuft Gefahr, wahre Propheten der Bibel zu verwerfen! Es gibt Beispiele, wo ein wahrer Prophet etwas prophezeite, was nicht eintrat, wie er nach unserem besten Wissen erklärte. Ein Beispiel ist in Jona zu finden, dem vom Gott gesagt wurde, dem Volk von Ninive zu prophezeien. Jona prophezeite, dass das Volk in 40 Tagen zerstört werden würde (Jona 3:4) — da gabs keine Schlupflöchter, nur den bevorstehenden Untergang. Gott änderte jedoch die Dinge, als das Volk bereute und Er entschied sich, das Volk zu verschonen — sehr zum Verdruss dieses unvollendeten (jetzt jedoch göttlich genannten) Propheten Jona.
Jonah war in der Tat „außerordentlich verärgert” und „sehr böse” (Jona 4:1) über diese Änderung von Gott, vielleicht weil es Jona schlecht darstehen ließ. Trotz einer „falschen” Prophezeiung und trotz der offensichtlichen Unzulänglichkeit Jonas war er ein Prophet Gottes und das Buch Jona in der Bibel in Teil des Wortes Gottes. Doch wenn dieser heilige Text verloren gewesen wäre, nur um von Joseph Smith wiederhergestellt zu werden, vielleicht als Teil des Buch Mormons, hätte man es angegriffen als den verdammendsten Beweis gegen Joseph Smith. Man stelle sich nur vor, wie die Kritiker das Buch Jona als übel abgelehnt hätten, als widersprüchlich grotesk, antibiblisch, unwissenschaftlich und unchristlich (natürlich gibt es viele, die es als das schon ablehnen, unfähig die Hauptteile der Geschichte zu verstehen.)
Der Prophet Ezechiel bietet ein anderes Beispiel, wie wahre Propheten sich irren mögen oder Propheiungen von ungewisser Genauigkeit machen. In Ezechiel Kapitel 26, 27 und 28 lesen wir, dass Tyrus (eine bewehrte Inselstadt) vom König Nebukadnezar von Babylon erobert, zerstört und geplündert werden würde. Die Reichtümer von Tyrus würden Babylon zufallen (Ezechiel 26:12). Nebukadnezars Armee belagerte Tyrus und seine Einwohner wurden heimgesucht, anscheinend so sehr, dass sie sich ihre Köpfe kahlschoren, wie es in (Ezechiel 27.31) prophezeit wurde. Doch die 13jährige Babylonische Belagerung war nicht ganz so erfolgreich, wie Ezechiel es vorausgesagt hatte, vielleicht weil die land-basierten Taktiken der Babylonischen Belagerung weniger effektiv war gegen die bewehrte Inselstadt mit erheblicher Seemacht. Das Ergebnis der Belagerung mag eher ein Kompromiss oder ein Vertrag gewesen als die totale Zerstörung und Plünderung, denn Ezechiel 29:17-20 berichtet, dass die vorhergesagte Plünderung nicht stattfand. Fast als ob als Entschädigung der Herr nun verkündete, dass er nun Ägypten den Babyloniern übergeben würde, was das Thema in Kapitel 29 ist. Hier die Verse: (Ezechiel 29:17-20):
Ja, Tyrus ist nicht mehr, doch die vollständige Zerstörung geschah offenbar nicht während der Babylonischen Belagerung, und sicherlich hatte die Babylonische Armee die Schätze von Tyrus nicht erhalten, wie es prophezeit war. Es ist Ezechiel selbst, der von seiner „fehlgeschlagenen Prophezeiung” berichtet. [6]
Der Zweck, dieses Thema zu erörtern ist nicht, die Weisheit des Herrn in Frage zu stellen oder die Wahrheit der Bibel, sondern hervorzuheben, dass eine übermäßig kritische Einstellung und eine strikte Anwendung von Deut. 18:22 sogar wahre, biblische Propheten ablehnen würden. Wenn wir unnachgiebig nach Gründen suchen, um einen Propheten abzulehnen, werden wir sicherlich irgend etwas finden — doch man hüte sich davor, unklug zu urteilen und die abzulehnen, die Gott gesendet und gesalbt hat, selbst wenn es Sterbliche unf Fehlbare sind.
Ein anderes Beispiel, das man bedenken sollte, ist der Prophet Jeremia — ein großer und inspirierter Prophet — der prophezeite, das der König Zidkija „in Frieden sterben würde” (Jeremia 34:4-5). Die Kritiker könnten argumentieren, dass diese Prophezeiung nichts beweist, denn Zidkija sah, wie seine Söhne von den erobernden Babyloniern getötet wurden. Er selbst wurde geblendet und ins Gefängnis geworfen, wo er in Gefangenschaft starb, — nicht in Frieden. (Jeremia 52:10-11). Natürlich, der Punkt ist, dass er nicht durchs Schwert getötet wurde, sondern eines natürlichen Todes starb — wenn auch im Gefängnis — doch für die Kritiker kann es aussehen wie ein Fall falscher Prophezeiung. Dieser Fall ist sicherlich weniger deutlich als die oben erörterte Prophezeiung Ezechiels, doch dient auch sie als Warnung, brutal zu richten.
doch diese Prophezeiung erwies sich nicht als erfolgreich, wenn sie buchstäblich interpretiert wird. Offensichtlich wird menschliche Sünde oder die freie Wahl beeinflussen, ob Gott sie segnen oder strafen wird — dies in all solchen Prophezeiungen inbegriffen.
Der Engel des Herrn erschien der Mutter Samsons und sagte zu ihr:
Die Zukunft voraussagen ist oft das, was die Leute meinen, wenn sie von Prophezeiung sprechen. Doch ist dies ein relativ kleiner Aspekt der Prophezeiung sowohl für biblische als auch für neuzeitliche Propheten. Viel wichtiger: „Das Zeugnis von Jesus Christus ist der Geist der Prophezeiung” (Offenbarung 19:10). So wie biblische Propheten verbringen auch neuzeitliche Propheten mehr Zeit und Kraft damit Zeugnis von Christus zu geben als die Zukunft vorherzusagen. „Von erheblich größerer Wichtigkeit als die Zukunft vorherzusagen,” bemerkte der konservative Gelehrte des Alten Testaments R.K. Harrison, „war der moralische und religiöse Kontext der prophetischen Äußerung und ihre Fähigkeit, den Geist der Hörer an die Pflichten der Bündnisse zu erinnern. Die Wahrheit gehörte zum Inhalt, wodurch allein es getestet und gezeigt werden konnte, ob es das wahrhaftige Wort Gottes ist.” [9]
In einigen wenigen der Fälle, in denen sich ein Prophet eher dem „Vorhersagen der Zukunft” als einem anderen Aspekt seiner prophetischen Mission widmet, kann es wenigstens drei Arten geben:
Als Zeichen für die Ungläubigen und als Trost für die Gläubigen. Ein Beispiel dafür aus neuzeitlicher HLT-Geschichte ist die Prophezeiung, die 1857 in Deseret News gemacht wurde, die redaktionell an Stephen A. Douglas gerichtet wurde — („Dass Ihr gründlich verstehen mögt, dass Ihr willentlich, wissentlich und durch eigene Wahl Eure Verdammnis besiegelt habt und durch den von Euch selbst gewählten Kurs Eure Chance auf das Präsidentenamt vertan habt durch Nichtbeachtung seines Rats, den Ihr früher gesucht habt und dessen Befolgung Euch gedeihen ließ....”). Das ist wahrscheinlich die seltenste Art.
Wenn Kritiker Joseph Smith angreifen, indem sie sich über ihn als falschen Propheten äußern, machen sie im Allgemeinen einen oder mehrere Fehler:
Viele Kritiker versuchen, Joseph zu verdammen, indem sie einen Standard verwenden, der, würden sie ihn bei Ezechiel, Jeremiah, Nathan, einem Engel Gottes und Jona angewandt werden, das Alte Testament ebenfalls als Betrug verdammen. Keine vernünftige oder biblische Anwendung von Deureronomium 18 verdammt Joseph Smith. Wie die Propheten der Bibel können Josephs Aussagen nicht daran getestet werden, indem man nach fehlgeschlagenen Voraussagen sucht —
Wie bei den biblischen Propheten müssen wir für uns entscheiden, ob Joseph „eine unmittelbare Gotteserfahrung hatte”, indem wir den „moralischen und religiösen Gehalt” seiner Botschaft abwägen, da er „diejenigen, die auf ihn hören, dazu auffordert, durch eine innere Reinigung und Erneuerung des Lebens auf die göttlichen Standards der Spiritualität zu reagieren”[10] welche letztendlich nur von der Quelle des Prophezeiung beurteilt werden kann — nämlich von Gott selbst. Jeder Prophet ist eine Einladung, dass wir eine Beziehung mit Gott eingehen, ähnlich der der Propheten, um uns mit ihm zu unterhalten und um ein Zeugnis von Jesus für uns zu empfangen.
wiki Artikel über Prophezeiung |
Der größte Teil der Christenheit behauptet, dass es seit den Tagen Christi keine Propheten mehr geben könne.
Dieser Glaube ist fest in der Tradition verwurzelt, aber nicht in der Bibel. Die Bibel lehrt das Gegenteil dieses traditionellen Glaubens. „Nichts tut Gott, der Herr, ohne dass er seinen Knechten, den Propheten, zuvor seinen Ratschluss offenbart hat.” (Amos 3:7) Gott hat immer durch Propheten und Offenbarungen direkt mit den Menschen verhandelt. „Bin ich denn ein Gott aus der Nähe - Spruch des Herrn - und nicht vielmehr ein Gott aus der Ferne?” (Jeremia 23:23) Es ist Der Herr, der die Kirche leitet, nicht der Mensch. Dies wird durch Propheten bewerkstelligt. Dies ist der Vorgang, den Gott verwendet, und seit Adam angewendet hat. „So hat er verheißen von alters her durch den Mund seiner heiligen Propheten.” (Lukas 1:70) Da Gott nichts tut außer durch seine Diener, die Propheten, und da er aus der Nähe und nicht aus der Ferne ist, ist es nur logisch und biblisch korrekt, von Gott zu erwarten, heute dieselbe Beziehung mit den Menschen zu haben.
Die Christenheit besagt, dass Gott sich nicht ändert. Das ist eine Erklärung, der die Heiligen der Letzten Rage zustimmen. Doch während die Christen dies sagen, sagen die meisten Christen, dass Gott sich geändert habe. Sie behaupten, wie bräuchten keine Propheten, weil Christus kam, und die Errichtung und Leitung der Kirche vollendete. Christus kam nicht, um die Propheten aufzuheben, wie Christen es traditionell sagen:. „Amen, das sage ich euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird auch nicht der kleinste Buchstabe des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.” (Matthäus 5:17-18) Wie wichtig sind Propheten? Wenn es keine Propheten gäbe, würde die Menschheit im spirituellen Sinne zerstört werden. „Ohne prophetische Offenbarung verwildert das Volk; wohl ihm, wenn es die Lehre bewahrt.” (Sprichwörter 29:18)
Diejenigen, die Joseph Smith als Propheten gegenüber feindlich gesinnt waren, opponierten nicht die vergangenen Propheten, sonder die lebenden ihrer Zeit. Das ist das, was auch Christus passiert ist, der verkündet hat, der Sohn Gottes zu sein. Es waren die religiösen Führer, die am heftigsten gegen Jesus waren. Genau die gleichen religiösen Führer, die behaupten, die Schriften zu kennen und zu verstehen. Die gleichen religiösen Führer waren eigentlich vor Ort, um die Wunder Christi zu bezeugen, doch sie verfolgten ihn. Christus verstand, dass die Pharisäer an die vergangenen Propheten glaubten (wie die traditionellen Christen heute), während die bezweifelten, dass ein Prophet in ihrer gegenwärtigen Zeit vorhanden sein könnte (wieder, wie die traditionellen Christen heute). In seinen eigenen Worten sagte Jesus, dass diese religiösen Führer den Anschein von Rechtschaffenheit hätten, doch voller Schlechtigkeit seien.
So erscheint auch ihr von außen den Menschen gerecht, innen aber seid ihr voll Heuchelei und Ungehorsam gegen Gottes Gesetz. Weh euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Ihr errichtet den Propheten Grabstätten und schmückt die Denkmäler der Gerechten und sagt dabei: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, wären wir nicht wie sie am Tod der Propheten schuldig geworden. Damit bestätigt ihr selbst, dass ihr die Söhne der Prophetenmörder seid. Macht nur das Maß eurer Väter voll! Ihr Nattern, ihr Schlangenbrut! Wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen? Darum hört: Ich sende Propheten, Weise und Schriftgelehrte zu euch; ihr aber werdet einige von ihnen töten, ja sogar kreuzigen, andere in euren Synagogen auspeitschen und von Stadt zu Stadt verfolgen (Matthäus 23:28-34)
Das Gleiche gilt auch für Joseph Smith, und traditionelle Christen folgen diesem Muster heute. Sie verkünden, an Christus zu glauben, doch sie verleugnen die lebenden Propheten (solche wie Joseph Smith), die verkünden, Christus gesehen zu haben, und wissen, dass er der Erlöser ist, und es der Welt verkünden.
Nur weil jemand behauptet, ein Prophet zu sein, bedeutet das nicht, dass wir ihn automatisch als solchen akzeptieren sollten. Kritiker haben recht mit ihrer ungeschriebenen Prämisse, dass neuzeitliche Propheten testen müsse gegen das, was der Herr in der Schrift schon offenbart hat. Ihr Problem jedoch ist, das während sie die traditionellen Glauben akzeptieren, dass es keine Propheten mehr geben könne, sie dann die Worte von neuzeitlichen Propheten verdrehen und die Worte vergangener Propheten ignorieren, um ihren traditionellen Glauben zu rechtfertigen.
Es wurde behauptet, Joseph Smith habe im August 1843 prophezeit, dass er innerhalb der nächsten fünf Jahre nicht getötet werden kann. Da er dann jedoch innerhalb von weniger als einem Jahr getötet wurde, behaupten einige, dass sein Statement als falsche Prophezeiung gewertet werden kann und dass er für einen falschen Propheten gehalten werden sollte.
Beim Analisieren dieser Behauptung ist es wichtig, den Inhalt des Originaldokuments zu beachten. Es liest sich wie folgt:
Das erste, was über dieses Dokument verstanden werden sollte, ist, dass die Autorin und ihr Ehemann von William Law beeinflusst wurden, die Kirche 1844 zu verlassen, eben zu der Zeit als das Dokument entstand (BYU Studies, vol. 20, no.2, Winter 1980, 218, ftnt.). Die Sicht des Schreibers ist darum nicht unvoreingenommen. Zweitens stellt dieser Brief keinen Augenzeugenbericht dar von dem, was Joseph Smith gesagt haben soll. Diese Schreiberin des Briefes zitiert jemand anders (ihren Ehemann) der Augenzeuge war, und so ist diese Information aus zweiter Hand. Drittens sollte beachtet werden, dass diese Information elf Monate später wiedergegeben wurde, nachdem der Prophet ein mündliches Statement abgegeben hat, und so ist es notwendig, die Erinnerung der Person, die diese Information bietet, näher zu betrachten. (Die Briefschreiberin ist sich auch nicht über das Datum im Klaren – Der Satz oben sollte noch mal gelesen werden: „ein Jahr vor der letzten Konferenz”). Der unterstrichene Teil des Briefes gibt exakt wieder, was Joseph Smith am 27. August 1843 gesagt hat. (siehe 'Worte von Joseph Smith). ´ Das nächste, was beachtet werden sollte, ist dass die fünf-Jahresprophezeiung überlagert ist, wo es nicht hingehört. Am 12. Januar 1838 traf sich der Prophet mit dem Rat im Hause seines Vaters in Kirtland Ohio. Während einer Diskussion über die fatalen Umstände, die durch die Abtrünnigen und den Mob verursacht wurden, und in Vorahnung seines Verlassens von Missouri – sagte Joseph Smith: „Eines, meine Brüder, ist sicher. Ich werde euch wiedersehen, komme was wolle, denn Ich habe ein Versprechen über fünf Jahre zu leben, und sie können mich nicht vor dieser Zeit umbringen. ” (Lucy Mack Smith History, chapter 46). Die fünf Jahre waren dann im Januar 1843 abgelaufen, und es ist interessant, dass am 22. 1843 der Prophet sagte: „Ich verstehe meine Mission und mein Geschäft. Der allmächtige Gott ist mein Schild, und was kann mir schon zustoßen, wenn Gott mein Freund ist? Ich werde nicht eher geopfert werden, als bis meine Zeit gekommen ist, und dann werde ich mich bereitwillig opfern.” [1] Die Vorstellung einer bedingungslosen Verheißung im Hinblick auf die Tage des Propheten auf Erden scheint auch ein Informationsmissbrauch zu sein. Als der Prophet im Libertygefängnis von Missouri schmachtete, teilte ihm Der Herr im März 1839 mit: „ Deine Tage sind bekannt, und deinen Jahren wird nichts abgerechnet werden ” (D&C 122:9). Diese Worte wurden 1840 in Nauvoo veröffentlicht (Times and Seasons, vol. 1, no. 8 June 1840, 133), und deshalb ist es von Sarah Scott unentschuldbar, sie vier Jahre später aus dem Kontext gerissen zu haben.
Sarah Scotts Aussage, dass Joseph Smith am 27.August 1843 gesagt haben soll, dass niemand ihn würde ermorden können, bis der Tempel fertiggestellt ist, wird nicht von den Notizen der Rede unterstützt, die Willard Richards, Franklin D. Richards und William Clayton mitgeschrieben haben. Es ist notwendig, darauf hinzuweisen, dass wenigstens drei Monate vor dem Verfassen von Scotts Brief der Prophet einer Gruppe von Heiligen gesagt hatte: " „Ich weiß nicht warum; aber aus irgendeinem Grund bin ich gezwungen, meine Vorbereitungen zu beschleunigen und euch euer Endowment zu geben, bevor der Tempel vollendet ist.” (Times and Seasons, vol. 5, no. 17, 15 September 1844, 651). In der Tat hatte Joseph Smith 1839 seinen eigenen Tod vorhergesagt, ehe er 40 Jahre alt wurde, was am 23 Dezember 1845 gewesen wäre. (siehe HC, 7:212; JD, 1:364).
Dieser Brief ignoriert auch (bezeugt von einigen unbekannten Kirchenmitgliedern), dass Joseph sagte, er könne nicht getötet werden, es sei den er gibt sich selbst auf. Scott’s Ehemann war bei der Versammlung am 7. August 1843 anwesend und hörte sowas nicht. Und es scheint auch nicht – gemäß nicht davon gemachte Notizen – dass das vom Propheten zu der Zeit gesagt wurde. Doch am 31. August 1842 sagte Joseph Smith den Schwestern einer FHV-Versammlung, dass von den Feinden der Kirche große Anstrengungen unternommen wurden, aber dass sie ihr Ziel nicht erreicht haben – Gott habe ihm ermöglicht, ihnen zu entkommen… Der Allmächtige habe ihn bewahrt… Er sagte, dass er annehme, dass der himmlische Vater es so gefügt hat, dass er den Leuten von Missouri nicht in die Hände falle; wenn es doch so sein sollte, so deshalb, weil er ihnen nicht aus dem Weg gegangen ist. ” [2]
Es sieht so aus, als ob der Brief, geschrieben am 22. Juli 1844 von Sarah Scott, eine Mischung aus verschiedenartigen Informationsstücken sind, die zusammengestellt wurden, ob wissentlich oder unbeabsichtigt, um ihre Ansicht zu untermauern, dass Joseph Smith ein falscher Prophet ist.
Kritiker behaupten, Joseph Smith habe gelehrt, der Mond sei bewohnt. Das sei ein Beweis dafür, dass er ein falscher Prophet sei.
Mit der Ansicht, es gäbe Menschen auf dem Mond, lag Joseph Smith durchaus im Trend der Zeit.
Ein Beispiel für Mondmenschen ist die Erzählung Hans Pfaalls Mondfahrt von Edgar Allen Poe (1809 - 1849). Hier ein Ausschnitt, der von der Landung des Ballons von Hans Pfaall auf dem Mond berichtet:
Unter den Zeitgenossen von Joseph Smith war die Meinung, es gäbe Menschen auf dem Mond nicht ungewöhnlich, doch ist nicht einmal zweifellos gesichert, dass Joseph Smith diese Meinung teilte. An Dokumenten gibt es nur Berichte aus dritter Hand.
Ein Prophet ist nur dann ein Prophet, wenn er als solcher spricht, sagte Josephs Smith selbst.
Ein Prophet ist durchaus in seine Kultur und ihre Irrtümer und Modeerscheinungen, Ideologien und Traditionen eingebunden. Das war bei den Propheten des Alten Testamentes genauso wie bei Paulus oder eben Joseph Smith.
Aus diesem Grund ist es durchaus verständlich und nicht erstaunlich, dass ein Prophet Ansichten äußert, die einer späteren wissenschaftlichen Untersuchung nicht standhalten.
Als Prophet hat er das Wort Gottes zu verkünden, und das ist wahrhaft göttliche Ursprungs. Was ein Prophet sonst so von sich gibt, ist menschlich und ebenso mit Mängeln und Fehlern behaftet wie sonst eine menschliche Äußerung.
Dies ist eines der vielen Themen, zu der es von der Kirche keine offizielle Stellungnahme gibt. Präsident J. Reuben Clark lehrte im Auftrag der Ersten Präsidentschaft:
Harold B. Lee betonte nachdrücklich, dass nur ein einziger für die Kirche sprechen kann.
Diess wurde kürzlich durch die Erste Präsidentschaft ständig wiederholt (wer jetzt alle auf der offiziellen Website der Kirche veröffentlichten Behauptungen genehmigt):
Man darf von einem Propheten nicht Vollkommenheit erwarten. Nur wenn er als Prophet spricht, verkündet er das Wort des allwissenden Gottes, sonst ist er ein fehlbarer Mensch wie jeder andere auch.
englischer Artikel |
Wenn Joseph Smith ein Prophet Gottes war, wie konnte ihm dann der Herr sagen, dass der Tempel in Independence Missouri gebaut werden würde, bevor diese Generation vergangen sein werde, (LuB 84:5) Sicherlich sind keine Leute mehr am Leben, die 1832 lebten
Der Punkt, auf den die meisten Gegner hinaus wollen, ist, dass die Generation, von der Joseph Smith sprach, jetzt vergangen sein muss. Deshalb möchten sie uns glauben machen, ist Joseph Smith ein falscher Prophet. Aber ihre Annahme hängt vollständig von der Definition des Wortes „Generation” ab.
Obwohl die Länge einer buchstäblichen Generation in Diskussionen von Gelehrten gelegentlich mit einer Länge von 25 bis 120 Jahren beschreiben worden ist, wird „Generation” im weiteren Sinn oft dazu benutzt, eine Evangeliumszeit oder ein Zeitalter zu beschreiben. Deshalb kann niemand sicher sein, wie lange eine dauern wird, bis der Tempel fertig gestellt sein wird.
In [www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/124.49,51?lang=deu#48 LuB 124:49,51] erklärte der Herr, warum der Tempel nicht früher gebaut wurde. Er sagte:
Der Herr verlangte von den Heiligen der 1830er Jahre nicht, den Tempel in Missouri zu bauen, er zog aber auch nicht seine Erklärung zurück, das er in dieser Generation errichtet werde. [www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/84.4?lang=#3deu (LuB 84:4)] Wir wissen die Länge dieser Generation einfach nicht, und wir haben guten Grund anzunehmen, dass dieser Tempel noch gebaut werden wird.
Dennoch wurde die Prophezeiung in LuB 84:5-6 in weniger als vier Jahren nachdem sie Joseph Smith erhalten hatte, erfüllt. In Vers 5 heißt es: „Diese Generation wird nicht gänzlich vergehen, bis dem Herrn ein Haus erbaut wird.” Der Gebrauch der Worte ein Haus deutet darauf hin, dass sich der Herr nicht notwendigerweise auf den Tempel bezieht, der n Vers 4 erwähnt wird. Antimormonische Kritiker sind sich anscheinend nicht bewusst, dass der Herr mit den Versen 5 und 6 beginnt, über Tempel und Priestertum im Allgemeinen zu sprechen. Das „Haus”, dass in Vers 5 erwähnt wird, wurde 1836 in Kirtland, Ohio, geweiht. „Ein helles Licht wie eine Feuersäule” ruhte darauf, und die Herrlichkeit des Herrn erfüllt den Tempel, offenbart durch die überreiche Gegenwart des Geistes (History of the Church, Band 2, S. 428). Viele Tagebücher der Heiigen, die während der Wochen um die Tempelweihung in der Gegend von Kirtlnad waren, zeigen, dass diese Prophezeiung in jedem Sinn erfüllt wurde mit wiederholten Besuchen des Heilands und von Engelswesen und mit dem Erhalt zahlreicher Visionen und andere geistige Gaben.
In Wirklichkeit ist LuB 84 also ein weiterer Nachweis dafür, dass Joseph Smith für den Herrn sprach und nicht falsch prophezeite, wie ihm einige vorwerfen. Die verbleibende Frage ist also nicht, ob wirklich eine Generation vergangen ist, sondern ob der Herr sagen kann, etwas werde geschehen, das dann nicht geschieht, oder genauer, ob der Herr jemals etwas gebietet und dann dieses Gebot widerruft. Lehre und Bündnisse berichtet die Warnung des Herrn: Darum gebiete und widerrufe ich, der Herr, wie es mir gut scheint; und dies alles soll auf dem Haupt der Widersetzlichen verantwortet werden, spricht der Herr. [www.lds.org/scriptures/dc-testament/dc/56.4?lang=deu#3 (LuB 56:4)]
Ein biblisches Beispiel dafür, dass der Herr einem Propheten sagt. Dass etwas geschehen werde, und es doch nicht geschehen ist, finden wir in 2. Könige 20:1-7. Hier besucht der Prophet Jesaja Hiskija, der schwer krank und dem Tod nahe war, und sagte zu ihm: „Bestell dein Haus, denn du wirst sterben, du wirst nicht am Leben blieben.” Hiskija erinnerte den Herrn im Gebet an alle seine guten Werke. Der Herr reagierte dann gnädig auf sein Flehen. Er änderte seine Meinung und wies Jesaja an, zu Hiskija zurückzugehen und ihm zu sagen, seine Gebete seien erhört worden. Der Herr werde ihn heilen, und er werde weitere fünfzehn Jahre leben. War Jesaja weniger ein Prophet Gottes, weil der Herr ihm sagte, etwas werde geschehen und dann geschah es nicht, aus welchem Grund auch immer?
Ein weiteres Beispiel dafür, dass die Erfüllung einer offenbarten Prophezeiung geändert wurde, findet sich in Jona, Kapitel 3. Hier sagte der Herr Jona, er solle das Volk in Ninive informieren, dass die Stadt in 40 Tagen zerstört werden würde. Dann wird in Vers 10 bereichtet: „Und Gott sah ihr Verhalten, er sah, dass sich umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und erführte die Drohung nicht aus.”(Jona3:10)
Steven R. Gibson, Schnelle Antworten auf Fragen von Antimormonen, deutsche Übersetzung erschienen bei LDS BOOKS, Bad Reichenhall, 2005, ISBN 3-934347-29-0
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